Schiffstyp
Ein stärkerer Motor, ein größerer Propeller und schon
fahre ich schneller, ja wenn alles so einfach wäre.
Zuerst das Schiff, wie schnell soll es werden, vom Hafenschlepper zum
Speedboat. Ich entscheide mich für Schnelligkeit.
Dies bestimmt schon einmal vorab den Rumpftyp. Single oder Kat, Schwimmen
oder Gleiten.
Das Schnellste ist das Gleiten.Nun zum Material Holz oder Kunststoff.
Eine Frage des Gewichts, also moderner Kunststoff.
Single oder Kat oder Hydro, reine Geschmackssache, alles hat seine
Reize.Die Einbaumaße und die Tragfähigkeit sind oftmals entscheidend.
Motor
Verbrenner oder Elektro. Verbrenner für die großen und superschnellen
Boote, zumal aus Umweltgründen das Fahren nicht überall erlaubt
ist.
Für alle Anderen Elektro, nachdem die Leistungen immer besser
werden und auch mit Elektro ein Abflug Berits möglich ist.
Ein Motor im Leerlauf gibt keine Leistung ab. Entscheidend ist hier
die Arbeitsdrehzahl mit dem günstigste Drehmoment.
Ein Motor der steht gibt auch keine Leistung ab, steht er aber zudem
unter Strom, so steigt der Verbrauch bis zur Selbstzerstörung.
Belaste ich einen Motor mit einem zu großen Propeller kann er
mehr Strom verbrauchen, die Leistung fallt, Überhitzung ist die Folge.
Ist der Propeller zu klein oder hat zuwenig Steigung so nähert
man sich wieder dem Leerlauf erhält also weniger Vortrieb.
Ein Getriebe kann den Motor vorab in eine günstigere Umdrehung
bringen erzeugt aber wiederum Reibungsverluste.
Motorkühlung ist eine weiter Maßnahme, verbraucht keine
eigene Energie, hält den Motor bei höherer Leistung im günstigen
Temperaturbereich.
Welle
Die Schiffswelle erbringt keine eigene Leistung, sondern nur Reibungsverluste.
Sie kann hier vernachlässigt werden. Je weniger Verluste sie erzeugt,
desto mehr Leistung kann der Motor an die Schraube weitergeben. Sorgfältiger
Einbau, der Anstellwinkel oder Flexwelle sind wieder vom Boot abhängig.
Schraube
Neben dem Motor die wichtigste Einheit, denn sie nimmt die Drehzahl
der Welle auf und wandelt sie in Schub um.
Voll getauchte Propeller erzeugen bei schnellen Umdrehungen an den
Enden einen recht hohen Widerstand.(Kavitation)
Der Widerstand nimmt mit zunehmender Drehzahl stark zu bremste die
Umdrehung ab, erhöht den Stromverbrauch,
Er kann Propeller zerstören., führt wiederum zur Überhitzung
bis zum Zusammenbruch des ganzen Systems.
Material Propeller
Metallpropeller , hoher Preis, aufwendiges Auswuchten
Kunststoff, günstiger Preis,Verwindung bei zu großer Bauweise
und Belastung bis zum Bruch.
Neuerung, der halb getauchte Propeller
Hier läuft die obere Hälfte in der Luft, weniger Widerstand,
weniger Stromverbrauch, also höhere Drehzahl ist die Folge.
Ab der Hälfte taucht der Prop ins Wasser, bzw. schlägt aus
dem Wasser auf , kräftiges Spritzen ist zu sehen, Auftrieb am Heck
wird erzeugt.
Der Bootskörper hat nun bereits den Schwebezustand erreicht und
das Schiff fliegt übers Wasser, nur der Prop und das Ruder sind noch
halb getaucht.
Größe des Propeller (Durchmesser)
Die Größe der Propellers ist von der Anzahl der zur Verfügung
stehenden Zellen abhängig.
7-8 Zellen 33 - 37,5 mm, Karbon, Steigung 1,2
12-14 Zellen 37 - 42, Karbon Steigung 1,2 - 1,4
Steigung des Propellers
Die Steigung des Propellers in Zusammenhang mit der erreichbaren Drehzahl
ist für den Schub verantwortlich. Je größer die Steigung
desto mehr
Schub, aber auch die Motordrehzahl wird stark gebremst, bis zur Überhitzung
und Stillstand.
Eine einfache Formel lautet :
(Durchmesser mm x Steigung x Lastdrehzahl x 60
) : 1.000.000 = V.max
Geschwindigkeit in der Praxis = 70 % von V.max
Jet-Antrieb
Im Schiffsrumpf integriert, Keine Zerstörung bei Bodenberührungen,
starke Motoren werden benötigt.
Wer mehr Wissen benötigt, ein ausführlicher Artikel von Felix
Haas bei
www.rc-raceboats.de/propeller1.shtml
weitere Artikel und jede Menge Tips, Ratschlägen usw, unter
www.rc-raceboats.de